Archiv für Oktober 2008

Massive Naziangriffe auf Infoladen „Schwarzer Peter“

Nazis schüchtern in Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz massiv Alternative ein und gehen mit äußerster Gewalt gegen diese und ihre Projekte vor.
Jüngtes Ziel von Anschlägen ist der Infoladen „Schwarzer Peter“ auf der Helenenstraße 43, der am 25.10. eröffnen wird.
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Antifaschistische Demonstration in Hartenstein (Sachsen) am 14.10.2008

Pressemitteilung der Initiative Gegen Rechtsextremismus im Erzgebirge:

Antifaschistische Demonstration in Hartenstein (Sachsen) am 14.10.2008

Am Abend des 14.10.2008 haben wir in Hartenstein eine Spontandemonstration gegen Nazigewalt durchgeführt. Trotz kurzer Mobilisierungszeit folgten unserem Aufruf ca. 70 AntifaschistInnen.
Anlass war ein Naziangriff auf einen alternativen Jugendlichen am Morgen des 11.10.2008. Das 22jährige Opfer wollte vom Zwickau nach Hause fahren und wurde am Hauptbahnhof zuerst von zehn Nazis beschimpft und beleidigt. Danach wurde es von den Tätern körperlich angegriffen und ihm der Rucksack gestohlen. Das Opfer konnte sich in die Bahnhofshalle retten und ist schließlich mit dem Zug in Richtung Johanngeorgenstadt gefahren. Die Neonazis sind an der nächsten Haltestelle ebenfalls in den Zug gestiegen und haben das Opfer erneut bedroht, beleidigt und schließlich zusammengeschlagen. In Hartenstein sind die Täter aus dem Zug ausgestiegen und haben ihr Opfer liegen gelassen.
Der Betroffene wurde ins Krankenhaus eingeliefert, er erlitt ein Schädelhirntrauma, einen angebrochenen Knöchel, Kopf- und Gesichtsverletzungen, Prellungen und Blutergüsse am ganzen Körper.
Keine(r) der im Zug anwesenden PassantInnen eilte dem Opfer zu Hilfe! Es gab keinen Polizeianruf und keine Information an das Zugpersonal!
Dieses erneut schweren Vorfall haben wir zum Anlass genommen unsere Solidarität mit den Opfern neonazistischer Gewalt zu zeigen.
Wir werden es auch weiterhin nicht stillschweigend hinnehmen, das es scheinbar keine Zivilcourage gegen Neonazis und ihren Umtrieben gibt!

Initiative Gegen Rechtsextremismus im Erzgebirge

Neonazis bedrohen Demonstration gegen Rassismus in Dresden!

Demonstration gegen „Thor Steinar“ und rassistische Gewalt am 18.Oktober in Dresden geplant.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie um Berücksichtigung folgender Pressemitteilung der Kampagne „Ladenschluss jetzt!“:

Die Dresdner Kampagne „Ladenschluss jetzt!“ veranstaltet am 18.Oktober 2008 in Dresden eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto: „Den Nazis Dampf machen! Gegen Naziläden und Rassismus!“. Die überregional beworbene Demonstration, zu der mehrere hundert TeilnehmerInnen erwartet werden, wird von etwa mehreren dutzend Initiativen aus dem Raum Dresden und Sachsen unterstützt. In einer einschlägigen rechtsextremen Internetseite aus dem Raum Dresden wird mittlerweile von Neonazis zur Störung der Demonstration aufgerufen.
Des weiteren drohen die Neonazis, aus dem Umfeld so genannter „Freier Kameradschaften“, damit alternative Projekte in der Dresdner Neustadt und im Stadtteil Pieschen anzugreifen.

Andrej Stephan, Sprecher des Bündnisses sagte hierzu:

„Wir werden uns von solchen Drohungen nicht einschüchtern lassen, wenngleich dies die Notwendigkeit einer offensiven gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Rassismus und rechter Gewalt unterstreicht. Die Demonstration versteht sich als Teil dieser Auseinandersetzung.“

Anlass für die Demonstration ist der Umzug des Bekleidungsgeschäftes „Tønsberg“ von der Wilsdruffer Strasse auf den Ferdinandplatz, wo das Geschäft unter dem Namen „Larvik“ wiedereröffnet wurde. Dieses bereits seit 2006 existierende Geschäft verkauft ausschließlich das Sortiment der bei Neonazis und rechten Jugendlichen beliebten Marke „Thor Steinar“. Die Kampagne „Ladenschluss jetzt!“ kritisiert, dass die Marke durch die Verwendung von besonderen Motiven, Schriftzügen und Inhalten dabei klare Anknüpfungspunkte für nordischvölkische Mythologie, Kolonialismus und NS-Ideologie ermöglicht. Weiterhin richtet sich die Demonstration gegen die sich in den letzten Monaten wiederholenden rassistischen und ausländerfeindlichen Übergriffe in Dresden (siehe auch Chronik), wie etwa den organisierten Angriff von ca. 30 Neo-Nazis auf mehrere Dönerläden und türkische Einrichtungen nach dem EM-Halbfinale im Juni oder den Brandanschlag auf einen Blumen- und Gemüsehandel von vietnamesischen BetreiberInnen im August im Dresdner Stadtteil Striesen. Darüber hinaus soll gegen die zunehmende lokale Verankerung der rechten NPD in Sachsen, welche sich bei den vergangenen Kommunalwahlen im flächendeckenden Einzug in die Lokalparlamente zeigte, öffentlich Stellung bezogen werden.

Die Kampagne „Ladenschluss jetzt!“ ist ein Bündnis aus verschiedenen linken, zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Gruppen und Organisationen aus dem Raum Dresden, die es sich zum Ziel gemacht haben, der neonazistischen Alltagskultur in Dresden zu begegnen.

Für weitere Informationen besuchen Sie uns im Internet.
E-Mail: mail(at)ladenschluss-jetzt.org

Offener Brief von Mario Forberg

Aufgrund unserer massiven Kritik an dem Neofolk-Konzert, dass am 27. September im Chemnitzer Bunker Club stattfand, hat sich der Betreiber, Mario Forberg, nun dazu entschlossen, in einem offenen Brief Stellung zu beziehen.

Mario Forberg zur Sache: (mehr…)

Tor offen bei Thor Steinar Laden

Am Freitag, den dritten Oktober gegen 14:30 im Anschluss an die Demonstration in Geithain entschlossen sich circa 100 AntifaschistInnen den Tag der deutschen Einheit auf ihre eigene Art und Weise zu begehen. Gegen Deutschland und die hiesigen Nazistrukturen demonstrierend zogen sie unter lautstarken Parolen durch die Chemnitzer Innenstadt.
Zufällig führte die Route der Spontandemonstration am lokalen Naziladen „Waffen-Army-Shoes“ vorbei. Nach kurzer Zeit wurden Mittel und Wege gefunden, den praktischen Antifaschismus auszuüben. Dabei ging die Front des Ladens zu Bruch und ein Werbeschild wurde zerlegt. Danach setzte sich die Demonstration Richtung Bahnhof in Bewegung und löste sich Aufgrund des Eintreffens von „Team Green“ auf.
Leider wurden einige AktivistInnen danach in Gewahrsam genommen, kamen aber nach einigen Stunden wieder frei. Viele wurde festgehalten unter dem Vorwurf der „Körperverletzung eines Vollzugsbeamten“, dies stelle sich später als Vorwand zur Ingewahrsamnahme heraus. Sollten die festgenommenen Personen Briefe vom Staatsschutz oder der Staatsanwaltschaft bekommen, bitte nicht zu den Vorladungen gehen und bei der nächsten Rote Hilfe Ortsgruppe melden.
Ausschlaggebend für die Wahl des Ortes war ein Naziangriff auf AktivistInnen, die morgens auf dem Weg nach Geithain waren. Die kurz zögernden Angreifer verletzten zwei AktivistInnen leicht und stahlen einen Rucksack.
Der „Tag der Einheit“ ist und war kein Grund zum feiern. Die aktuellen Zustände vor allem in den neuen Bundesländern zeigen, dass Nazis sich überall weiter ausbreiten. Dem deutschen Nationalismus muss hier und überall eine Abfuhr erteilt werden, egal ob es sich um den „anständigen bürgerlichen Patriotismus“ oder den nach dem Ruf nach der nationalsozialistischen Revolution handelt.

Kein Frieden mit Nazis oder Deutschland – Antifa heißt Angriff!
Solidarität ist eine Waffe!

Demoauflagen und wie komme ich nach Geithain?

Was muss ich beachten?

Die Stadt wird an diesem Tag größtenteils abgeriegelt sein, d.h. es wird wahrscheinlich an allen Zufahrtsmöglichkeiten Vorkontrollen stattfinden. Also räumt eure Taschen aus, dass aus einem harmlosen Taschmesser am Schlüsselbund, Pfefferspray oder einem „ACAB“ T-Shirt keine Strafanzeige erwächst. Diese Warnung gilt auch für Autos! Es gibt genügend wahnwitzige Konstrukte, die euch Probleme mit der Polizei einbringen können.
Allgemein ist noch zu beachten, dass auf der Demonstration kein Alkohol konsumiert werden darf und eure Hunde lasst ihr am besten zu Hause.

Wie komme ich nach Geithein?

Von einigen Städten fahren Busse nach Geithain, auch von Chemnitz aus. Er fährt 9:00 vom Johannisplatz, Parkplatz an der Brückenstraße / Augustusburgerstraße. Eine Spende für die Busfahrt ist erwünscht.
Die An- und Abreise per Bahn sollte nicht in Erwägung gezogen werden. Die Demonstration der Nazis findet am Bahnhof statt, daher wird auch der Großteil der Nazis in den Bahnen sitzen. Um heil in und aus Geithain zukommen solltet ihr die Busse oder PKWs benutzen.




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