Archiv für Oktober 2009

AJZ bleibt!

Eine neuer Tiefpunkt in der Landschaft von Chemnitz kündigt sich an: Nach dem schon seit langer Zeit neue vielversprechende Anlaufpunkte einer emanzipierten Jugendkultur durch Teile der (teilweise überalterten) Bevölkerung von Chemnitz angegriffen wurde – zum Teil mit den absurdesten Begründungen –, möchte die Verwaltung des Jugendamts jetzt einen großen Teil der finanziellen Unterstützung für Jugendarbeit im AJZ Chemnitz kürzen. Dies würde das Aus für das AJZ bedeuten. Dies ist für uns nicht hinnehmbar!

Dazu die Pressemitteilung des AJZ Chemnitz e.V. (mehr…)

Reba84 | 5.11. | 19:00 | Dresden, 13. Februar – Geschichtsdiskurse und ihr Verhältnis zur Nation

Hinweis: Im Flyer zur Reihe ist Fehler zu den entsprechenden Terminen. Am 5.11. findet der hier angekündigte Vortrag statt und am 26.11. „Was deutsch ist“ mit Joachim Bruhn.

Die Debatte um den Umgang mit der bundesweit größten Neonazidemonstration, dem ‚Trauermarsch’ anlässlich der alliierten Bombardierungen am 13./ 14. Februar 1945 in Dresden, gerät meist dann an ihre Grenzen, wenn das Dresdner Gedenken auf seine Anschlussfähigkeit für die neonazistische Opferpropaganda untersucht wird. Die Frage ist dabei, ob die erinnerungskulturellen und geschichtspolitischen Vorstellungen einzelner städtischer, parteilicher, zivilgesellschaftlicher und religiöser AkteurInnen lange Zeit eine Vorlage für die rechtsextreme Verdrehung von TäterInnen und Opfern boten oder ob ‚extremistische Gruppierungen’ das Gedenken einfach ‚missbrauchen’.
Eine Antwort lässt sich nur dann finden, wenn einerseits gegenwärtige Zielsetzungen der lokalen AkteurInnen (Engagement für Frieden und Versöhnung, ZeitzeugInnenarbeit, NS-Lokalgeschichtsforschung, Kritik rechtsextremer Ideologie und Organisierung) einbezogen werden. Und wenn andererseits anerkannt wird, dass die lokale Diskussion um den Umgang mit den ‚Dresdner Opfern’ Teil des bundesweiten Vergangenheitsdiskurses, der Debatte um ‚deutsche Opfer’ und die ‚universale Viktimisierung’ und letztendlich der nationalen Identitätsbildung ist.

Berlin | 7.11. | Es gibt kein Ende der Geschichte

Aufruf zur bundesweiten, antinationalen Demonstration gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD.

Gegen die Herrschaft der falschen FreiheitDer deutsche Jubiläumsnationalismus 2009 erreicht im November seinen Höhepunkt. 20 Jahre ‘Wende’, 20 Jahre ‘Mauerfall’, 20 Jahre ‘Einheit in Freiheit’. Auf den Deutschland-Fanmeilen von Leipzig bis Berlin können, dürfen und sollen alle mitmachen.Und am Brandenburger Tor lässt der Staat noch einmal die Mauer errichten – um sie am 9. November mit großem Rums einzureißen.

Das einfältige Spektakel dient einer neuen deutschen Ideologie. 20 Jahre nach dem Bankrott des Ostblocks zimmert sich Deutschland eine Freiheitsgeschichte als nationalen Mythos. 1945 mussten die Deutschen bekanntlich noch zur Demokratie gezwungen werden. Doch 1989 soll in die Geschichtsbücher eingehen als das Jahr, in dem die Deutschen selbst für ‘die Freiheit’ kämpften. Wenn am 9. November die Mauer noch einmal fällt, dürfen sich alle Deutschen als Freiheitsrevolutionäre fühlen. (mehr…)

Reba84 | 20.10. | 17:00 | Öde hier?

Du findest, Chemnitz ist nicht gerade eine Jugend- oder Szenestadt? Hier ist nichts los?
Und wenn, kotzen dich die teuren Eintritte an?!
Du würdest dich gern politisch engagieren?
Du meinst, es muss sich etwas ändern?

Du interessierst dich für alternatives Wohnen und Leben?
Du hättest Spaß daran, mit Anderen Konzerte und Festivals zu planen und zu veranstalten?
Oder möchtest aktiv Aufklärungsarbeit an Schulen leisten?

DANN KOMMT HIER DEINE CHANCE! (mehr…)

Leipzig | 17.10. | Im Herbst fallen nicht nur die Blätter

Naziaufmarsch am 17.10.2009 in Leipzig zum Desaster machen

Nach fast 2 Jahren ungehinderten Aktivitäten wird das „Freie Netz“ übermütig. Während sie sich im letzten Jahr mit ihren 7 Aufmärschen nur am Stadtrand von Leipzig tummelten, wollen sie dieses Jahr vom Leipziger Osten zum Hauptbahnhof ziehen. Der Naziaufmarsch soll dieses Jahr durch die Eisenbahnstraße, durch Reudnitz und somit auch am Atari, ein vor 2 Jahren gegründetes linkes Ladenprojekt, vorbei laufen. (mehr…)

Stellungnahme zu den Angriffen in der Nacht zum 03.10.09 in Limbach-O.

Presseerklärung der „Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung,Limbach-Oberfrohna e.V.“ und der Antifaschistischen Aktion Chemnitz/AAK zu den Angriffen in der Nacht zum 03.10.:

In der Nacht zum 03. Oktober kam es zum wiederholten Male zu Angriffen auf Mitglieder der „Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“ und deren Vereinsheim in Limbach-Oberfrohna. (mehr…)

Leipzig | 17.10. | Bitte nehmen sie Platz

Aufruf des Bündnis „17. Oktober“:

LEIPZIGER ERKLÄRUNG:

Bitte nehmen Sie Platz.

Den Neonazi-Aufmarsch am 17.10.09 verhindern!

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch für 2009 ein Neonaziaufmarsch in Leipzig angemeldet. Im letzten Jahr waren es in Leipzig 7 Demonstrationen oder Kundgebungen, die von Neonazis angemeldet wurden oder an denen sich Neonazis massiv beteiligten. In diesem Jahr wollen am 17.Oktober Neonazis unter dem Motto
„Recht auf Zukunft“ durch den Osten und das Zentrum Leipzigs marschieren. Wir tolerieren das nicht.

WIR WERDEN UNS WIDERSETZEN. (mehr…)

Würdiges Gedenken an die Opfer rechter Gewalt

Improvisiertes Gedenktafal an Opfer rechter Gewalt

Pressemitteilung des Bündnis „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.“:

Demonstration in Hohenstein-Ernstthal verlief wie erwartet friedlich. Die Anschludigungen der Stadt Hohenstein-E. erwiesen sich damit als haltlos. Über 200 Menschen gedachten am Samstag Patrick T. und all den anderen Opfern rechter Gewalt. (mehr…)

Reba84 | 6.10. | 19:00 | Aktivbürger, Zivildienstleistende und stille Gesellschafter. Facetten „der“ Zivilgesellschaft in Deutschland

Der Begriff „Zivilgesellschaft“ ist so schillernd wie umstritten. Als eine Erklärung für den hegemonialen Erfolg von Nazis wird häufig der Mangel zivilgesellschaftlicher Strukturen benannt; so genannte zivilgesellschaftliche Akteure beklagen wiederum, sie seien zu wenige und aus zahlreichen Antifazusammenhängen wird die Kritik laut: Die deutsche Zivilgesellschaft ist nationalistisch, rassistisch und beerbt ohnehin nur die Volksgemeinschaft der Nazis.
Ausgehend von den wichtigsten Theorien zur „Zivilgesellschaft“ stellt der Vortrag die Frage, ob hierzulande überhaupt von „einer“ Zivilgesellschaft gesprochen werden kann und wird ausgehend von einer Kritik der referierten Ansätze eine alternative Zustandsbeschreibung der gesellschaftlichen Verfasstheit und der Bedeutung des Nationalismus entwickeln.

In Gedenken an die Opfer rechter Gewalt

Pressemitteilung des Bündnis „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.“:

Das Bündnis „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.“ stößt auf eine unerwartete Unterstützungswelle anlässlich des Gedenkens des vor zehn Jahren durch Nazis ermordeten Patrick T. Unterstützung ist dabei nicht selbstverständlich, wie die Reaktionen der Stadt Hohenstein-E. bis heute zeigen. (mehr…)




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