Archiv für September 2011

24.9 | Leipzig | Bundesweite Antifa-Demo gg. Nazi-Zentrum in Lindenau (Update)

Fence Off
Es gibt ein paar Änderungen bezüglich der Demonstration am Samstag, den 24.09. in Leipzig: Der Treffpunkt ist nun der Augustusplatz (Innenstadt, nahe Hbf., siehe Karte) und wird wie angekündigt 13:00 pünktlich starten.
Es gelten die üblichen Auflagen, wie auf jeder Demonstration. Informationen zu Anreisepunkten verschiedener Städte gibt es auf der Kampagnenseite. Weitere Informationen zu den Aktualisierungen gibt es unter http://www.fenceoff.org/?p=1154.

24.9 | Leipzig | Trotz alledem: Linke Politik verteidigen!


Im Rahmen der Fence Off Kampagne wird am 24. September in Leipzig zu einer Demonstration aufgerufen gegen das Nazi-Zentrum in Lindenau. Aufgrund der aktuellen Repressionswelle gegen Antifaschist_innen, Linke oder was noch alles als vermeintliches Mitglied einer „linksextremistischen kriminellen Vereinigung“ firmiert, wird es auf der Demonstration einen Antirepressions-Block geben. Es ist nicht nur ein Aufruf gegen Repression, sondern für die Möglichkeit einer emanzipatorischen linken Praxis. Gerade im Bezug auf den Protest gegen ein Nazi-Zentrum wird dies zum dringenden Anliegen, deshalb kommt am 24. September um 13:00 zum Brühl (Änderung!) Augustusplatz in Leipzig:

Intro

In Leipzig gibt es seit Ende 2008 ein Nazi-Zentrum und seit einigen Monaten die Kampagne „Fence Off“, die dessen Schließung erreichen will und für einen konsequenten Antifaschismus eintritt. Die bundesweite Antifademo am 24. September wird sicher ein Höhepunkt der Kampagne. Doch zwischenzeitlich hat die staatliche Repression gegen linke Politik, man denke an „Handygate“, ebenfalls neue Höhen erreicht. Die Zeiten, in denen in Sachsen entschlossene Proteste gegen Neonazismus möglich sind, man denke an Dresden, sind damit vorbei.

Über einige Jahre hinweg galt insbesondere Leipzig als „liberale Insel“ im ansonsten konservativen Freistaat, wo kritisches Engagement organisiert werden konnte, ohne am nächsten Morgen von einem Einsatzkommando geweckt zu werden. Auch das ist vorbei – und damit die Zeit des Ausschlafens für radikale Linke abgelaufen. Aus unserer Sicht sind die sächsischen Entwicklungen Anzeichen einer reaktionären Politik, Formen sozialer Verhärtung und der Versuch einer Disziplinierung, noch bevor es (wie in anderen europäischen Staaten) etwas zu disziplinieren gibt. Der Kampf gegen „Extremismus“ ist ein Testfeld dieser Ordnungspolitik. Sie ist eine Kampfansage an die gesellschaftskritische Opposition und die Vorbereitung einer inneren Aufrüstung.

Dieser Text versucht, die jüngsten Anzeichen dieser Entwicklung zusammenzutragen und einzuordnen. Wir sind weit davon entfernt, Antworten oder neue Strategien zu haben; und was wir gar nicht empfehlen können ist, sich nun auf eine offene Auseinandersetzung mit dem Staat einzulassen. Was wir wollen, ist eine Diskussion über die Bedingungen linker Politik und Organisierung, wozu unser Text einige Anregungen geben soll. Und er soll ein Aufruf sein, unsere Kritik nicht von der buchstäblichen „Schere im Kopf“ enthaupten zu lassen.

Die Antifademo in Leipzig ist ein Anlass, genau das gemeinsam und solidarisch klarzustellen.
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17.09. | Hoyerswerda | Ereignisse beim Namen nennen

Aufruf zum antifaschistischen Stadtspaziergang am 17. September 2011 in Gedenken an das Pogrom von Hoyerswerda der Initiative “Pogrom 91”. Der Spaziergang beginnt um 14 Uhr am Bahnhof. Auf der Internetseite der Initiative befindet sich eine ausführliche Dokumentation der Ereignisse 1991 in Hoyerswerda. Es folgt der Aufruf

Als vor 20 Jahren, in der Woche vom 17. bis 22. September 1991, Steine und Brandflaschen auf die Unterkünfte von VertragsarbeiterInnen und Asylsuchenden in Hoyerswerda flogen, haben viele BürgerInnen applaudiert. Mehrere hundert Menschen belagerten die Wohnheime fünf Tage lang, skandierten rassistische Parolen und versetzten die BewohnerInnen in Angst und Schrecken. Die Polizei sah sich nicht im Stande, diese Angriffe zu beenden. Schließlich wurden alle BewohnerInnen der Heime mit Bussen aus der Stadt evakuiert, weil ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der rassistische Mob hatte gesiegt. (mehr…)




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