Archiv für November 2011

Problem liegt bei Chemnitz – Protest ist notwendig!

Nazizentren abreissen!Neonazi-Szene kann sich seit Jahren ungestört in Chemnitz entwickeln. Dies liegt nicht an der Stärke der Nazis, sondern am Umgang mit ihnen durch Stadtverwaltung und Polizei. Antifaschistisches Engagement wird hier blockiert und kriminalisiert. Trotzalldem: Protestkundgebung am Freitag (18.11) um 17:00 vor dem Nazi-Zentrum in der Markersdorfer Straße 40.

„Neben den aktuellen Meldungen über die neonazistische terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) wirkt die Eröffnung eines Nazi-Zentrums in Chemnitz-Markersdorf fast nebensächlich. Doch sollte hierbei auch angemerkt werden, dass der Käufer der Markersdorfer Straße 40 Yves Rahmel gute Beziehung zu alten Kameraden von NSU-Mitgliedern unterhält“ merkt Ulli Katlewski von der Antifaschistischen Aktion Chemnitz/AAK an und fügt hinzu: „Bei der Umsetzung eines nationalen Sozialismus hilft Rahmel tatkräftig mit. Er ist dafür bekannt, dass er sich auch mal zu Wort meldet, wenn die eigenen Kameraden bei Geschäften sich nicht stark genug für die nationalsozialistische Sache einsetzen.“

Katleski führt an: „Dass sich die Neonazi-Szene in Chemnitz so gut ausbreiten kann, liegt wohl nicht an ihrer guten Vernetzungen oder ihrer aktuellen Stärke. Zwar ist mit der Etablierung des Nazi-Labels PC Records eine gute finanzielle Grundlage geschaffen wurden, aber auch die Chemnitzer Stadtverwaltung spielt seit Jahren zweifelhaftes Spiel.“ Katlewski präzisiert: „Gerade mit dem jetzigen Bürgermeister Miko Runkel wird dieses Verhalten auf die Spitze getrieben. Die Polizeidirektion Chemnitz/Erzgebirge unter Leitung von Uwe Reißmann tut bei der Kriminalisierung von antifaschistischen Engagement ihr Übriges.“
Bei den Protesten gegen einen Nazi-Aufmarsch am 5. März dieses Jahres verhielt sich die Verwaltung eher repressiv und unkooperativ gegenüber Gegenanmeldungen. Die Polizei stellte eine Gefahrenprognose gegenüber den Protesten auf, die sie später in einer Anfrage der Landtagsabgeordneten Freya-Maria Klinger vollkommen revidierte und bei der sich der Polizeieinsatz als maßlos überzogen darstellte. Begleitet waren die Proteste durch zahlreiche gewalttätige Übergriffe von Beamtinnen/-en gegenüber Gegendemonstrant_innen.
„Wenn solch ein Handeln durch verschiedene Institutionen praktiziert wird, muss sich nicht gewundert werden, warum nur wenige Menschen sich stärker gegen Nazis engagieren. Das Problem mit Nazis in Chemnitz ist hausgemacht. Daran werden symbolische Aktionen wie die Etablierung eines Lokalen Aktionsplan nicht ändern“, merkt Katlewski an. „Ich bin zuversichtlich, dass sich am Freitag um 17:00 viele Menschen vor der Markersdorfer Straße 40 einfinden, um gegen das nationale Zentrum zu protestieren.“

Nazi-Zentrum in Chemnitz-Markersdorf dichtmachen!

Nazizentren abreissen! Am kommenden Freitag soll in der Markersdorfer Straße 40 in Chemnitz ein Nazi-Zentrum eröffnet werden mit einem Vortrag von Olaf Rose (NPD). In nächster Zeit soll in dieser Räumlichkeit auch ein Büro des neuen Bundesvorsitzenden der NPD Holger Apfel seinen Platz finden. Das Haus wurde vor etwa einem Jahr durch den Nazi Yves Rahmel gekauft. Rahmel ist Besitzer des Neonazi-Label PC Records, dass u.a. das Fest der Völker in Thüringen finanziert und die sogenannte Schulhof-CD produzierte, auf der nahmenhafte Nazi-Bands gastierten. Bereits im Sommer fanden erste Treffen von Chemnitzern im Haus statt, die vorrangig aus dem Freien Netz/CFC-Hooligan-Umfeld bekannt sind. Es wurde auch immer wieder bei Bauarbeiten Nazis aus anderen Regionen gesehen.
Um den Druck auf die Nazi zu erhöhen und sie merken zu lassen, dass sie nicht unbehelligt in ihrem neuen Zentrum sitzen können, planen wir eine Kundgebung direkt vor dem Zentrum durchzuführen.

Kommt daher zahlreich am Freitag, den 18.11, um 17:00 nach Chemnitz vor die Markersdorfer Straße 40 um den Nazis Druck zu machen!

Nazi-Schulungszentrum wird in Chemnitz-Markersdorf eröffnet

Vor circa einem Jahr wurde bekannt, dass ein führender Kopf der Chemnitzer Neonazi-Szene ein Haus in Chemnitz-Markersdorf gekauft hatte und dies zum NPD-Bildungszentrum ausgebaut werden soll. Am kommenden Freitag (18.11.2011) steht die erste Veranstaltung mit Olaf Rose (NPD) an. Eine zukünftige Schwerpunktverlagerung der NPD nach Chemnitz könnte somit ihren Anfang nehmen.

„Vor einer Weile kündigte die NPD mehrere Bildungszentren in Sachsen an, darunter eines in Chemnitz. Yves Rahmel kaufte ein Objekt in der Markersdorfer Straße 40. Damit wurde schnell klar, dass es sich hierbei um ein solches Bildungszentrum handeln muss“, führt Ulli Katlewski von der Antifaschistischen Aktion Chemnitz/AAK aus.
Rahmel ist Betreiber des Chemnitzer Neonazi-Labels „PC Records“, finanziert bundesweit Neonazi-Veranstaltungen und ist seit Jahren eine feste Säule der hiesigen Nazi-Szene. Wie die Veröffentlichung interner Dokumente des Zusammenschlusses sächsischen Kameradschaften „Freies Netz“ aufzeigen, spielt Rahmel eine führende Rolle bei den „Jungen Nationalendemokraten Chemnitz“. Aus den Dokumenten geht weiter hervor, dass durch die strategische Ausnutzung der NPD und der „Jungen Nationaldemokraten“ eine „NS-Ersatzorganisation“ formiert werden soll.

„Es gab eine längere Ruhephase. Mittlerweile häufen sich aber die Aktivitäten im Haus an der Markersdorferstraße“, schildert Katlewski und führt weiter aus: „Neben bekannten Nazis aus Chemnitz wurden immer wieder Nazis aus anderen sächsischen Regionen gesehen. Mit der kommenden Veranstaltung soll das Haus offiziell eröffnet werden.“
Am kommenden Freitag, den 18.11.2011, soll eine Veranstaltung im Haus stattfinden. Als Vertreter der NPD wird der parlamentarische Berater im sächsischen Landtag Olaf Rose für einen Vortrag erwartet.

Katlewski befürchtet „Ein solches Objekt stellt einen großen Konfliktherd dar. In anderen Städten geht mit der Aktivität von Nazizentren immer wieder eine Bedrohung für Menschen einher, die nicht in das Weltbild von Nazis passen. Mit der Eröffnung eines NPD-Büros oder weiteren neonazistischen Propaganda-Veranstaltungen wird sich diese Bedrohung nicht verringern.“




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