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Kollektives Vergessen statt Erinnern

Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Chemnitz/AAK zu den Gedenkveranstaltungen anlässlich der Bombardierung von Chemnitz im zweiten Weltkrieg. Wir verweisen in diesem Kontext auf den Text des Autonomen HistorikerInnen-Kollektivs „Kritik am „Chemnitzer Friedenstag“ und dessen Gedenkpolitik anlässlich der Bombardierung von Chemnitz 1945“ .

Kollektives Vergessen statt Erinnern

Jedes Jahr finden Gedenkveranstaltungen anlässlich der Bombardierung deutscher Städte im zweiten Weltkrieg statt. In Chemnitz findet zu diesem Thema am 5.3 zum wiederholte Male der „Chemnitzer Friedenstag“, eine Kranzniederlegung am städtischen Friedhof und andere Veranstaltungen statt. Diese Veranstaltungen verharmlosen die Mittäterschaft der deutschen Bevölkerung an den Verbrechen des NS-Regimes und führen eine Umwandlung von deutschen TäterInnen zu Opfern durch. Die Verdrehung und Außerachtlassung von geschichtlichen Tatsachen muss beendet werden und eine detaillierte Ursachenforschung stattfinden, die die Gründe der Bombardierung deutscher Städte – im Besonderen von Chemnitz – klärt. (mehr…)

Kritik am „Chemnitzer Friedenstag“ und dessen Gedenkpolitik anlässlich der Bombardierung von Chemnitz 1945

Anlässlich der jährlichen stattfindenden Gedenkveranstaltungen zur Bombardierung Chemnitz im zweiten Weltkrieg hat sich das Autonome HistorikerInnen Kollektiv gebildet um sich mit der existierenden Gedenkpolitik zu befassen. Wir verweisen hierzu auf die Veranstaltung am 5.3. um 19:00 in der Reitbahnstrasse 84 „Dissolution: Wie mediale Erinnerungspolitik Geschichte in Bilder auflöst.“, die sich näher mit dem medialen deutschen Opferkult beschäftigt. Es folgt nur der Text des HistorikerInnen Kollektivs:

Ausgeblendete Realität

Es ist ein eigenartiges Phänomen, wie in Deutschland Städte ihre Bombardierung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges entdecken und diese zum Anlass nehmen, endlich „deutschen Opfern“ zu gedenken. In den letzten Jahren erreichten revisionistische und revanchistische Forderungen, gestützt auf das Vorrücken der NPD in die Länderparlamente, ein immer größeres Publikum. Jedoch war der Eklat im sächsischen Landtag 2005 rund um die Rede des NPD Abgeordneten Jürgen W. Gansel zu den Luftangriffen auf Nazideutschland und im speziellen auf Dresden, in der er die alliierten Angriffe „Bombenholocaust“1 nennt, nicht der Startschuss zu einer Umdeutung der deutschen Geschichte, einer Relativierung des Holocausts und der Aufhebung der Täter – Opfer Beziehung zwischen nationalsozialistischem Deutschland und Alliierten. (mehr…)

NAZIS WEGBASSEN AM 30.05.2008 – 15 UHR CHEMNITZ HAUPTBAHNHOF | 4/4 GEGEN 88 – SCHÖNER LEBEN OHNE NAZILÄDEN PT. III


///DIE WAHRE MITTELSTANDSMEILE

Wenn es überhaupt einen Mittelstand geben sollte, so sind das brave, stolze Deutsche, wie Tobias Schneider, der von seinem „Waffen-Army-Shoes“-Schmuddelwürfel gegenüber dem Hotel Kongress am 30. Mai 2008 in die „Filet-Lage“ der Straße der Nationen umzieht. Er vollzog mit dem Sortiment seines Ladens die gleichen Veränderungen, die sich in Chemnitz in den letzten zehn Jahren zeigten. Denn neben „Aufnäher mit Che Guevara, Buttons gegen den Faschismus und noch viel mehr für ‚Linke’“ gesellten sich heimlich, still und leise „White power“-Embleme und die beliebte Camouflage von „Thor Steinar“ in die Warenwelt des Ladens. Hier regieren wieder die Gesetze des freien Marktes: Wo die Nachfrage ist, da werden erst die Angebote geschaffen. Lediglich mit „linken“ Accessoires lässt sich kein Geld mehr verdienen. „Für mich als Kaufmann zählt nur legal oder illegal.“, schrieb er dazu einst als Reaktion an die alternative Stadtzeitung „FreibÄrger“. (mehr…)

Investigate Thor Steinar

Unter diesem Titel hat eine Recherchegruppe eine sehr umfangreiche Broschüre zum Thema „Thor Steinar“ herausgebracht hat.

Begrüßungstext aus der Broschüre (mehr…)

Offener Brief „Gegen jeden Extremismusbegriff.“

Gegen jeden Extremismusbegriff. Linke, antifaschistische Politik und Kultur sind nicht „extremistisch“, sondern extrem wichtig!
Seit Anfang des Jahres 2008 sind die außerparlamentarische Linke sowie links-alternative Kulturprojekte in Sachsen wieder einmal Ziel einer Diffamierungskampagne, die durch das Innenministerium Sachsen, angeführt von Albrecht Buttolo, ins Rollen gebracht wurde. Unterstützt wird der sächsische Innenminister dabei von VertreterInnen aus Wissenschaft und Medien. Ziel ist es Repressionen gegenüber AntifaschistInnen und Linksalternativen zu rechtfertigen und gegebenenfalls politisch unliebsamen Projekten die Existenzgrundlage zu entziehen. (mehr…)




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